Entfernung von freiem Eisen
Das Säurebad löst Eisenpartikel, die durch Bearbeitung, Schweißen oder Werkzeugkontakt auf den Edelstahl gelangt sind.
Chemische Behandlung von Gestellware für Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, chemische Industrie und viele weitere Bereiche
Als Metallveredelungs-Spezialist am Standort Pforzheim übernehmen wir die chemische Passivierung von Edelstahlbauteilen unter anderem für Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik sowie der chemischen Industrie. Bei der Passivierung fließt kein elektrischer Strom: Ein Bad aus Salpetersäure entfernt oberflächlich anhaftendes freies Eisen, damit sich die native Chromoxidschicht als Korrosionsschutz wieder geschlossen ausbilden kann.
Regelmäßige Badanalysen sichern konstante Prozessparameter, dokumentierte Prüfungen belegen die Wirksamkeit. Im Qualitätsmanagementsystem der C. Jentner GmbH, das nach DIN EN 9100 zertifiziert ist, sind beide Schritte festgeschrieben.
Verfahren im Überblick
Die Edelstahl-Passivierung läuft bei uns im Rahmen der Gestellgalvanik: Jedes Bauteil wird einzeln an einer Gestellvorrichtung befestigt und durchläuft Reinigung, Säurebad und Spülung. Der eigentliche Passivierungsschritt kommt ohne Strom aus: Im Salpetersäurebad wird freies Eisen rein chemisch abgetragen.
Das Säurebad löst Eisenpartikel, die durch Bearbeitung, Schweißen oder Werkzeugkontakt auf den Edelstahl gelangt sind.
Die Behandlung begünstigt die Neubildung der nativen Chromoxidschicht, die die eigentliche Grundlage der Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl bildet.
Bei der Passivierung fließt kein elektrischer Strom und es wird keine zusätzliche Metallschicht aufgebracht. Die Behandlung wirkt ausschließlich chemisch auf die bestehende Edelstahloberfläche.
Die Wirksamkeit der Passivierung lässt sich zum Beispiel per Salzsprühtest oder Kupfersulfattest nachweisen und dokumentieren.
Einsatzgebiete
Passivierte Edelstahlbauteile kommen in Branchen zum Einsatz, die eine dokumentierte Korrosionsbeständigkeit fordern – etwa in der Luft- und Raumfahrt und der Medizintechnik.
Kontakt
FAQ
Edelstahl-Passivierung ist eine chemische Tauchbehandlung, die freies Eisen von der Bauteiloberfläche entfernt. Anschließend bildet sich die native Chromoxidschicht ungestört neu, sie ist die Grundlage der Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl.
Beizen entfernt mit einer stärkeren Säuremischung Anlauffarben und Zunder an Schweißnähten sowie grobe Oxidschichten von der Edelstahloberfläche und trägt dabei auch etwas Grundmaterial ab. Passivieren setzt danach an: Ein schwächeres Säurebad entfernt nur freies Eisen, das Bauteil selbst greift es nicht an. Die C. Jentner GmbH bietet Passivierung als eigenständigen Prozessschritt an.
Nein. Anders als Vergoldung, Versilberung oder Vernickelung fließt bei der Edelstahl-Passivierung kein elektrischer Strom. Die Behandlung erfolgt rein chemisch über ein Säurebad, es wird keine zusätzliche Metallschicht aufgebracht. Technisch läuft sie dennoch im Rahmen unserer Gestellgalvanik: Jedes Bauteil hängt einzeln an einer Gestellvorrichtung im Bad.
Wir setzen für die Edelstahl-Passivierung ein Salpetersäure-Tauchbad ein. Die Säure wirkt als starkes Oxidationsmittel, entfernt Verunreinigungen und unterstützt den Aufbau der Passivschicht. In der Branche kommt für mildere Anwendungen teils auch Zitronensäure zum Einsatz, die freies Eisen über Chelatbildung bindet.
Mehrere anerkannte Prüfmethoden bestätigen die Wirksamkeit, unter anderem Salzsprühtest, Wasser- und Feuchtigkeitsimmersion, Kupfersulfattest sowie der Kaliumferricyanid-Salpetersäure-Test. Mit ihnen lässt sich prüfen, ob auf der Oberfläche noch freies Eisen nachweisbar ist.
Bei der spanenden Bearbeitung, beim Schweißen oder durch Werkzeugkontakt kann sich Eisen von Werkzeugen oder Vorrichtungen oberflächlich auf dem Edelstahl ablagern. Dieses freie Eisen beeinträchtigt die Korrosionsbeständigkeit und wird durch die Passivierung entfernt.
Edelstahl-Passivierung ist besonders in der Medizintechnik relevant, etwa für Implantate und Chirurgieinstrumente, sowie in der Luft- und Raumfahrt für Verbindungselemente und Hydraulikfittings. Auch in der chemischen Industrie werden Edelstahlbauteile passiviert, um ihre Korrosionsbeständigkeit sicherzustellen.
Sie können uns anrufen oder eine E-Mail senden. Belastbar kalkulieren lässt sich die Passivierung, wenn Edelstahllegierung, Bauteilgeometrie und gewünschte Prüfdokumentation feststehen. Aus diesen Eckdaten entsteht anschließend unser Angebot.
Wir sind Metallveredelungs-Spezialist mit Sitz in Pforzheim und bieten chemische Passivierung von Edelstahl im Rahmen unserer Gestellgalvanik an. Im Salpetersäurebad lösen sich Eisenrückstände aus der Bearbeitung, anschließend schließt sich die schützende Oxidschicht wieder.
Passivierter Edelstahl kommt etwa in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und der chemischen Industrie zum Einsatz. Für Aluminiumbauteile bieten wir zusätzlich Cr-III-Passivierung an. Alle Varianten stellt die Übersicht zur Passivierung vor. Neben dem Qualitätsmanagementsystem, zertifiziert nach DIN EN 9100, tragen auch das Umwelt- und das Energiemanagementsystem eine Zertifizierung: nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001.