C. Jentner GmbH | Metallveredelung

Zinn-Zink-Beschichtungen als Gestellware, unter anderem für Automotive, Elektronik und Maschinenbau

Zinn-Zink (Cadmium-Ersatz)

Galvanische Beschichtung mit Zinn-Zink

Galvanische Zinn-Zink-Schichten bringen wir als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim unter anderem für Kunden aus Automobilindustrie, Elektronik und Maschinenbau auf. Die Legierung aus Zinn und Zink verbindet Barriereschutz mit kathodischem Opferschutz und gilt als bewährte Alternative zu Cadmiumschichten.

Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) liefert in der Fertigung die Schichtdicke der Legierung, während regelmäßige Badanalysen die Prozessparameter stabil halten. Diese Überwachung verankert die C. Jentner GmbH in ihrem Qualitätsmanagementsystem, das eine Zertifizierung nach DIN EN 9100 trägt.

Verfahren im Überblick

Gestellgalvanik

Für die Zinn-Zink-Beschichtung steht bei uns die Gestellgalvanik zur Verfügung. Jedes Bauteil wird mit Draht am Gestell befestigt und dadurch elektrisch kontaktiert. Bei Zinn-Zink beeinflusst die Stromdichte das Legierungsverhältnis der Schicht.

  • Warenfenster von höchstens 800 × 600 mm
  • Selektive Beschichtung möglich
  • Basismaterial: Stahl, Edelstahl, Buntmetalle, Aluminium (mit Nickel-Zwischenschicht), Hochleistungswerkstoffe
Mitarbeiterin der C. Jentner GmbH in Pforzheim bestückt Gestellrahmen mit Bauteilen

Eigenschaften galvanischer Zinn-Zink-Schichten

Kombinierter Korrosionsschutz

Zinn wirkt als Barriereschicht, Zink schützt kathodisch als Opferanode. Die Kombination verringert den bei reiner Zinkschicht typischen weißen Korrosionsbelag deutlich und schützt Bauteile auch bei kleineren Beschädigungen der Schicht.

Lötbarkeit

Auch nach längerer Lagerzeit lässt sich die Legierung zuverlässig löten. Für Kontaktflächen, die erst nach dem Beschichten verlötet werden, ist sie deshalb eine verbreitete Wahl.

Elektrische Leitfähigkeit

Elektrischen Strom leitet die Schicht zuverlässig, die Übergangswiderstände bleiben niedrig und stabil. Steckverbinder und Kontaktflächen behalten ihre Funktion auch im dauerhaften Betrieb.

Duktilität

Verformt sich das Bauteil, geht die Schicht mit, ohne zu reißen oder abzuplatzen. Steckverbinder und Kontaktelemente lassen sich so auch nach dem Beschichten noch crimpen oder biegen.

Gleiteigenschaften

Durch ihren niedrigen Reibwert erleichtert die Oberfläche die Montage von Schraubverbindungen und Steckkontakten und reduziert den Verschleiß an bewegten Kontaktflächen.

Einsatzgebiete

Typische Anwendungs­bereiche

Von der Automobilindustrie bis zur Luft- und Raumfahrt nutzen Branchen galvanisches Zinn-Zink, wenn Korrosionsschutz, Lötbarkeit und Duktilität hohe Anforderungen erfüllen müssen.

Alexander Schwengler | Vertrieb

alexander.schwengler@jentner.de | +49 7231 418094-48

Zinn-Zink anfragen

Fragen zu Schichtdicke, Basismaterial oder Verfahren für Zinn-Zink-Schichten klären wir gemeinsam mit Ihnen.

FAQ

Häufige Fragen

Kleinteile aus Stahl, Edelstahl, Aluminium oder Buntmetallen wie Kupfer und Messing erhalten bei uns eine Zinn-Zink-Schicht. Beschichtet wird mittels Gestellgalvanik, deren Warenfenster bis 800 × 600 mm reicht. Für Aluminium als Basismaterial ist eine Zwischenschicht aus Nickel erforderlich.

Die Schichtdicke richtet sich nach dem Korrosionsschutzanspruch und wird im Angebotsprozess auf die Anwendung abgestimmt.

Reines Zinn schützt nur als Barriereschicht: Bei Kratzern oder Poren kann darunterliegendes Metall lokal korrodieren. Reines Zink schützt kathodisch als Opferanode, bildet unter Feuchtigkeit aber einen voluminösen weißen Korrosionsbelag. Die Legierung aus beiden Metallen verbindet Barriere- und Opferschutz und zeigt deutlich weniger Weißrost als eine reine Zinkschicht.

Zinn-Zink gilt als bewährter Ersatz für Cadmiumschichten. Die Legierung erreicht einen vergleichbaren Korrosionsschutz bei guter Duktilität und günstigem Reibwertverhalten, ohne die toxikologischen und regulatorischen Nachteile von Cadmium.

Ja. Zinn-Zink-Schichten lassen sich zuverlässig löten, die Lötbarkeit bleibt auch nach längerer Lagerung erhalten. Das macht die Beschichtung geeignet für elektrische Kontakte und Steckverbinder, die nachträglich verlötet werden.

Ja. Zinn-Zink-Schichten gelten als sehr duktil und überstehen Umformschritte wie Crimpen oder Biegen nach der Beschichtung, ohne dass die Schicht reißt oder abplatzt. Das ist bei Steckverbindern und Kontaktelementen relevant, die erst nach dem Beschichten in Form gebracht werden.

Zinn-Zink kommt vor allem in der Automobilindustrie an Brems- und Kühlleitungen, Getriebeanschlussteilen und Befestigungselementen zum Einsatz, außerdem in der Elektronik an Steckverbindern und im Maschinenbau. In der Luft- und Raumfahrt sowie in der Verteidigungstechnik wird Zinn-Zink an Steckverbindergehäusen als Ersatz für Cadmium eingesetzt.

Bei Zinn-Zink-Schichten ermitteln wir die Dicke in der Produktion mit Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Als Teil der Produktionsdokumentation liegen die Messwerte dem Auftraggeber auf Anfrage vor.

Sie können uns per E-Mail schreiben oder anrufen. Für ein belastbares Zinn-Zink-Angebot nennen Sie bitte Basismaterial, Teilgeometrie, gewünschte Schichtdicke und Verwendungszweck. Daraufhin wird kalkuliert, und Sie erhalten eine Beratung, welches Verfahren sich eignet.

Galvanische Zinn-Zink-Beschichtung bei der C. Jentner GmbH

Als Metallveredelungs-Spezialist mit Sitz in Pforzheim führen wir die galvanische Zinn-Zink-Beschichtung im Lohnauftrag für die Serienfertigung der Industrie aus. Stahl, Edelstahl, Buntmetalle und Aluminium erhalten ihre Zinn-Zink-Schicht in der Gestellgalvanik, deren Warenfenster bis 800 × 600 mm groß ist.

Zinn-Zink-Schichten kommen etwa in der Automobilindustrie, der Elektronik und im Maschinenbau ebenso wie in der Luft- und Raumfahrt und der Verteidigungstechnik zum Einsatz – überall dort, wo Korrosionsschutz, Lötbarkeit und Duktilität gleichzeitig gefordert sind. Die Legierung ersetzt dort häufig Cadmium. Zur Schichtdickenkontrolle dient in der Fertigung die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Unser Qualitätsmanagementsystem trägt das Zertifikat nach DIN EN 9100, das Umwelt- und das Energiemanagementsystem Zertifikate nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001.