Hohe Härte
Gegenüber Gold, Silber und Platin ist Rhodium deutlich härter. Beschichtete Oberflächen widerstehen mechanischem Abrieb und behalten ihre Funktionsfläche auch bei häufigem Kontakt.
Rhodiumbeschichtungen als Gestellware, unter anderem für Elektronik, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrt
Als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim bieten wir die galvanische Rhodinierung an, unter anderem für Kunden aus der Elektronikindustrie, der Medizintechnik und der Luft- und Raumfahrt. Rhodium zählt zu den härtesten Edelmetallen und verbindet diese Verschleißfestigkeit mit hoher Korrosionsbeständigkeit und einem hellen, stark reflektierenden Erscheinungsbild – eine Kombination, die bei Präzisionskontakten und optischen Bauteilen gefragt ist.
Wegen der hohen Eigenspannung des Materials bleibt die Schicht sehr dünn. Gemessen wird sie in der Fertigung per Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), und regelmäßige Analysen des Rhodiumbads sorgen für konstante Prozessparameter. Messung und Badkontrolle folgen den Vorgaben unseres nach DIN EN 9100 zertifizierten Qualitätsmanagementsystems.
Verfahren im Überblick
Rhodium bringen wir ausschließlich in der Gestellgalvanik auf. Die Teile werden dabei einzeln mit Draht am Gestell befestigt. Das ermöglicht eine präzise, gleichmäßige Schichtdicke, auch bei den dünnen Rhodiumschichten, die für dieses Edelmetall üblich sind.
Gegenüber Gold, Silber und Platin ist Rhodium deutlich härter. Beschichtete Oberflächen widerstehen mechanischem Abrieb und behalten ihre Funktionsfläche auch bei häufigem Kontakt.
Schwefel- und chlorhaltige Gase, die Silber oder Kupfer dunkel verfärben, greifen Rhodium nicht an. Es entstehen keine isolierenden Anlaufschichten, sodass Kontaktwiderstände über lange Betriebszeiten stabil bleiben. Eine zusätzliche Passivierung ist dafür nicht erforderlich.
Rhodium zählt zu den korrosionsbeständigsten Platinmetallen und widersteht Säuren, Laugen sowie den meisten industriellen Reinigungsmitteln. Die Schutzwirkung bleibt auch bei den für Rhodium typischen, sehr dünnen Schichtdicken erhalten.
Über das gesamte sichtbare Spektrum reflektiert Rhodium Licht gleichmäßig und hat keine Eigenfarbe wie Gold oder Kupfer. Die Eigenschaft wird bei optischen Reflektoren und Präzisionsspiegeln genutzt.
Die Rhodiumschicht bleibt gezielt sehr dünn. Dickere Schichten neigen durch innere Spannungen zu Rissbildung; die geringe Schichtdicke reduziert zugleich den Materialeinsatz des hochpreisigen Edelmetalls.
Einsatzgebiete
Galvanisch aufgebrachtes Rhodium kommt in Branchen mit hohen Anforderungen an Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Reflexionsvermögen zum Einsatz – von der Elektronik bis zur Luft- und Raumfahrt.
Kontakt
FAQ
Rhodinieren lassen sich Kleinteile aus Stahl, Edelstahl, Aluminium und Hochleistungswerkstoffen sowie aus Buntmetallen wie Kupfer oder Messing. Die Teile hängen dabei am Gestell, dessen Warenfenster bis 800 × 600 mm misst. Eine selektive Rhodinierung bieten wir ebenfalls an.
Rhodiumschichten bleiben wegen der hohen Eigenspannung des Materials meist dünn. Wir stimmen die Schichtdicke je nach Einsatz ab, von dekorativen Zwecken bis zu hochzuverlässigen Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt.
Rhodiniert werden Teile aus Stahl oder Edelstahl und aus Buntmetallen, zu denen Kupfer, Messing und Bronze gehören. Auch Aluminium eignet sich in der Gestellgalvanik als Trägerwerkstoff. Zwischen Grundmaterial und Rhodium sitzt in der Regel eine Nickel- oder Goldschicht, damit der Verbund stabil hält.
Wir verarbeiten Rhodium ausschließlich per Gestellgalvanik, nicht in der Trommel- oder Bandgalvanik. Die Gestellvariante fixiert einzelne Bauteile am Gestell und ermöglicht eine präzise, gleichmäßige Schichtdicke. Das ist wichtig, weil Rhodium bereits in dünnen Schichten aufgetragen wird und eine ungleichmäßige Beschichtung dort schnell sichtbar würde.
Rhodium verbindet hohe Härte mit ausgeprägter Korrosions- und Anlaufbeständigkeit sowie einem hellen, stark reflektierenden Erscheinungsbild. Diese Kombination macht Rhodiumschichten zur bevorzugten Wahl für Präzisionskontakte, optische Bauteile und Komponenten mit hohen Anforderungen an Verschleißfestigkeit.
Unter den Edelmetallen zählt Rhodium zu den härtesten, Gold, Silber und Platin sind deutlich weicher. Diese Härte macht rhodinierte Oberflächen widerstandsfähig gegen mechanischen Abrieb, auch bei häufigem Kontakt oder hoher Beanspruchung.
Im Vergleich zu Silber ist Rhodium härter und läuft praktisch nicht an. Silber bietet dafür die höhere elektrische Leitfähigkeit und kann ohne Passivierung anlaufen. Rhodinierung eignet sich deshalb für stark beanspruchte oder dauerhaft helle Oberflächen, Versilberung für Anwendungen mit höchsten Anforderungen an Leitfähigkeit.
Ja. Beim Rhodinieren in der Gestellgalvanik bleiben alle Bereiche abgedeckt, die keine Schicht erhalten sollen, sodass nur die gewählten Flächen beschichtet werden. Der geringere Edelmetallverbrauch macht die selektive Rhodinierung bei Bauteilen mit definierten Funktionsflächen wirtschaftlich.
Beim Abscheiden baut Rhodium innere Spannungen auf, die dickere Schichten zur Rissbildung neigen lassen. Dünne Schichten bleiben rissfrei und reduzieren zugleich den Materialeinsatz des hochpreisigen Edelmetalls.
Galvanische Rhodinierungen kommen vor allem in der Elektronik, Medizintechnik sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz, überall dort, wo Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Reflexionsvermögen gleichzeitig gefordert sind. Auch in der Verteidigungstechnik werden Kontaktteile nach Kundenspezifikation rhodiniert.
In der Produktion bestimmen wir die Rhodiumschichtdicke per Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Festgehalten werden die Werte in der Produktionsdokumentation, die der Auftraggeber auf Anfrage einsehen kann.
Der erste Schritt ist ein Anruf oder eine E-Mail mit Ihrer Anfrage. Die Kalkulation wird belastbar, wenn Angaben zur Teilgeometrie, zum Basismaterial, zur gewünschten Schichtdicke und zum Verwendungszweck vorliegen. Anhand dieser Daten erstellen wir das Angebot und geben eine Empfehlung zum Verfahren.
Als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim nehmen wir Serienaufträge der Industrie für die galvanische Rhodinierung als Lohnbeschichtung an. In unserer Gestellgalvanik beschichten wir im Warenfenster bis 800 × 600 mm Bauteile aus Edelstahl, Stahl, Aluminium, Buntmetallen und Hochleistungswerkstoffen wie AlBeMet. Für Trommel- oder Bandgalvanik steht Rhodium nicht zur Verfügung, da die präzise Gestellfixierung für die dünnen, gleichmäßigen Schichten dieses Edelmetalls erforderlich ist. Möglich ist auch eine selektive Rhodinierung, etwa für Steckverbinder, Schaltkontakte und optische Bauteile.
Rhodinierte Oberflächen kommen etwa in der Elektronik, Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt ebenso wie in der Verteidigungstechnik zum Einsatz, überall dort, wo Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Reflexionsvermögen gleichzeitig gefordert sind. Die Dicke der Rhodiumschicht ermittelt in der Fertigung eine Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Das Rhodinieren findet in einem Unternehmen statt, dessen Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN 9100 zertifiziert ist. Für das Umwelt- und das Energiemanagementsystem liegen zusätzlich Zertifikate nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 vor.