C. Jentner GmbH | Metallveredelung

Kupferbeschichtungen als Trommel- und Gestellware, unter anderem für Automotive, Elektronik und Maschinenbau

Cyanidisch verkupfern

Galvanische Beschichtung mit Kupfer cyanidisch

Die cyanidische Verkupferung gehört zu den Verfahren, die wir als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim unter anderem für Kunden aus Automobilindustrie, Maschinenbau und Elektronik ausführen. Cyanidische Kupferbäder erreichen eine hohe Streufähigkeit und ermöglichen dadurch eine gleichmäßige Haftschicht auch auf schwer beschichtbaren Basismaterialien wie Zink-Druckguss. Darin unterscheidet sich das Verfahren von der sauren Verkupferung.

Regelmäßige Analysen halten die Parameter des cyanidischen Bades konstant, die Schichtdicke messen wir in der Fertigung per Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Bad- und Schichtdickenkontrolle beim cyanidischen Kupfer folgen unserem Qualitätsmanagementsystem, das gemäß DIN EN 9100 zertifiziert ist.

Eigenschaften cyanidischer Kupferschichten

Hohe Streufähigkeit

Cyanidische Kupferbäder erreichen auch in Vertiefungen, Bohrungen und an Kanten eine gleichmäßige Schichtdicke. Diese Streufähigkeit übertrifft die saurer Kupferbäder deutlich.

Elektrische und thermische Leitfähigkeit

Kupfer zählt zu den Metallen mit der höchsten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit. Die Eigenschaft bleibt auch in dünnen galvanischen Schichten erhalten.

Haftschicht oder Aufbauschicht

Da es sich nur bei begrenzter Stromdichte abscheiden lässt, wird cyanidisches Kupfer meist dünn als Haftschicht aufgetragen. Es bildet die Grundlage für Folgeschichten wie Nickel oder Edelmetalloberflächen. Das Basismaterial bleibt dabei vom Elektrolyten der Folgeschicht getrennt. Je nach Anforderung setzen wir es auch als eigenständige, dickere Aufbauschicht ein oder ergänzen es mit einer sauren Verkupferung.

Einsatzgebiete

Typische Anwendungs­bereiche

Cyanidisch aufgebrachtes Kupfer kommt überall dort zum Einsatz, wo eine zuverlässige Haftschicht auf schwer beschichtbaren Basismaterialien benötigt wird, von der Elektronik bis zur Automobilindustrie.

Adem Pekin | Vertrieb

adem.pekin@jentner.de | +49 7231 418094-29

Cyanidische Verkupferung anfragen

Gern besprechen wir mit Ihnen Schichtdicke, Verfahren und Basismaterial für Ihre cyanidische Kupferschicht.

FAQ

Häufige Fragen

Cyanidische Verkupferung eignet sich für Bauteile aus Stahl, Zink-Druckguss und Buntmetallen. Schüttgut verkupfern wir in der Trommel, Einzelteile per Gestellgalvanik mit einem Warenfenster von höchstens 800 × 600 mm. Stahl verkupfern wir nur in der Gestellgalvanik. Gestellware lässt sich außerdem selektiv verkupfern.

Cyanidisches Kupfer wird häufig als dünne Haftschicht aufgetragen, üblicherweise im Bereich weniger Mikrometer. Je nach Anforderung setzen wir es auch als eigenständige, dickere Aufbauschicht ein. Die passende Schichtdicke stimmen wir mit dem Kunden ab.

Cyanidisch verkupfern wir Zink-Druckguss sowie Buntmetalle, etwa Messing und Bronze, in der Gestellgalvanik außerdem Stahl. Gerade auf Zink-Druckguss und Stahl kommt die hohe Streufähigkeit des cyanidischen Bades zum Tragen, die für eine gleichmäßige Haftschicht sorgt.

Cyanidische Kupferbäder komplexieren die Kupferionen und verhindern dadurch eine unkontrollierte Abscheidung auf unedleren Basismaterialien wie Zink-Druckguss, die sonst zu Haftungsversagen führen würde. Die hohe Streufähigkeit des Bades sorgt zusätzlich für eine gleichmäßige Schicht auch in Vertiefungen und an Kanten. Saure Kupferbäder erreichen diese Streufähigkeit nicht in vergleichbarem Maß.

In der Trommel liegen die Teile lose und werden unter Drehung verkupfert. Das passt zu großen Stückzahlen gleichförmiger Schüttgutteile. Empfindliche oder geometrisch anspruchsvolle Bauteile werden dagegen mit Draht am Gestell befestigt und so verkupfert. Bei uns stehen Trommel und Gestell beide zur Wahl.

Cyanidisches Kupfer hat eine hohe Streufähigkeit und wird häufig als dünne Haftschicht auf schwer beschichtbaren Basismaterialien wie Zink-Druckguss eingesetzt, lässt sich bei Bedarf aber auch als eigenständige Aufbauschicht abscheiden. Saures Kupfer streut schwächer, scheidet dafür schneller ab und bildet eine duktile, glänzende Schicht. Es dient meist als Funktions- oder Aufbauschicht. Cyanidisches und saures Kupfer laufen bei uns in getrennten Verfahren.

Ja. Dafür werden am Gestell die Bereiche maskiert, die frei von Kupfer bleiben sollen, und nur die gewünschten Flächen oder Kontaktzonen beschichtet. Bei der Trommelbeschichtung ist das aufgrund der losen Chargierung der Bauteile nicht möglich.

Cyanidische Verkupferung kommt vor allem in der Elektronik, im Maschinenbau und in der Automobilindustrie zum Einsatz, überall dort, wo eine zuverlässige Haftschicht auf Zink-Druckguss, Stahl oder Buntmetallen vor einer weiteren galvanischen Beschichtung benötigt wird.

Das Messgerät für cyanidische Kupferschichten arbeitet mit Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) und steht bei uns direkt in der Produktion. Die Werte dokumentieren wir dort und geben sie Auftraggebern auf Anfrage heraus.

Für Ihre Anfrage zum cyanidischen Kupfer genügt ein Anruf oder eine kurze E-Mail. Um den cyanidischen Kupferauftrag belastbar zu kalkulieren, brauchen wir Basismaterial, Teilgeometrie, gewünschte Schichtdicke und Verwendungszweck. Anschließend erhalten Sie unser Angebot samt Verfahrensempfehlung.

Cyanidische Verkupferung bei der C. Jentner GmbH

Als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim übernehmen wir die cyanidische Verkupferung im Lohnauftrag, für Bauteile aus der industriellen Serienproduktion. Per Gestellgalvanik verarbeiten wir Einzelteile aus Stahl, Zink-Druckguss und Buntmetallen. Schüttgutmengen laufen über die Trommelgalvanik, Stahl allerdings nicht. Die hohe Streufähigkeit des cyanidischen Bades sorgt für eine gleichmäßige Haftschicht, auch auf dem galvanisch schwer beschichtbaren Zink-Druckguss. Für Bauteile, die zusätzlich eine dickere, duktile Aufbauschicht benötigen, lässt sich cyanidisches Kupfer mit saurer Verkupferung kombinieren.

Cyanidisch verkupferte Bauteile kommen zum Beispiel in der Elektronik, im Maschinenbau und in der Automobilindustrie zum Einsatz, überall dort, wo Kupfer als Haftschicht vor einer weiteren galvanischen Beschichtung wie Nickel oder einer Edelmetalloberfläche benötigt wird. In der Fertigung kontrolliert eine Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) die Schichtdicke. Zertifikate liegen für drei Managementsysteme vor: das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN 9100, das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 und das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001.