Metallische Schutzbarriere
Eine dünne Zinnschicht wird im Tauchbad abgeschieden und wirkt als physikalische Barriere gegen das Anlaufen.
Zinnschicht gegen das Anlaufen, chemisch aufgebracht auf Gestell- und Trommelware, u. a. für Elektronik, Automotive und Medizintechnik
Als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim versehen wir Bauteile von Kunden etwa aus Automobilindustrie, Medizintechnik und Elektronik mit einer Passivierung auf Zinn-Basis. Eine dünne Zinnschicht wird dabei im Tauchbad zum Beispiel auf Silberoberflächen abgeschieden und bildet dort eine metallische Schutzbarriere gegen das Anlaufen.
Ihre Wirkung entfaltet die Schicht nur, wenn sie auf jedem Bauteil gleichmäßig entsteht. Dafür halten regelmäßige Badanalysen die Prozessparameter konstant. Festgelegt ist diese Prozesskontrolle in unserem Qualitätsmanagementsystem, das nach DIN EN 9100 zertifiziert ist.
Verfahren im Überblick
Bauteilgeometrie und Chargengröße entscheiden, ob wir Bauteile als Gestell- oder Trommelware auf Zinn-Basis passivieren. Beides ist ein chemischer Tauchprozess, der lediglich die Anlagen unserer Galvanik nutzt.
Eine dünne Zinnschicht wird im Tauchbad abgeschieden und wirkt als physikalische Barriere gegen das Anlaufen.
Die metallische Schutzschicht gilt gegenüber Lagerung und Temperaturwechseln als beständiger als organische Passivierungssysteme.
Versilberte Oberflächen erhalten diese Passivierung, da sie sich an der Luft mit der Zeit verfärben.
Anders als ältere, chromatbasierte Anlaufschutzsysteme kommt die Passivierung auf Zinn-Basis ohne Chrom(VI) aus und ist RoHS-/REACH-konform.
Übergangswiderstand und Lötbarkeit der Kontaktflächen bleiben unter der Zinnschicht nahezu unverändert, die Neigung zum Anlaufen sinkt dagegen spürbar.
Einsatzgebiete
Überall dort, wo Kontakte über lange Betriebszeiten stabil bleiben müssen, schützt die Passivierung auf Zinn-Basis Silberoberflächen, etwa in der Elektronik und der Automobilindustrie.
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FAQ
Passivierung auf Zinn-Basis ist eine metallische Anlaufschutzschicht: Auf der Metalloberfläche entsteht eine Zinnschicht, die als physikalische Schutzbarriere wirkt.
Thiol-Passivierung bildet einen sehr dünnen organischen Film, der sich mit der Zeit abbauen kann. Die metallische Passivierung auf Zinn-Basis wirkt dagegen als physikalische Barriere und gilt als beständiger gegenüber Lagerung und Temperatur.
Die Passivierung auf Zinn-Basis wird vor allem auf Silber eingesetzt, das ohne Schutz zum Anlaufen neigt.
Kommt Silber mit schwefelhaltigen Bestandteilen der Luft in Kontakt, entsteht an der Oberfläche eine dünne Silbersulfidschicht, die das Metall verfärbt. Die Zinnschicht bremst diese Reaktion deutlich, kann sie auf Dauer aber nicht vollständig unterbinden.
Ja. Die Passivierung auf Zinn-Basis kommt ohne Chrom aus. Den Einsatz chromathaltiger Anlaufschutzsysteme beschränken RoHS und REACH stark.
Wir passivieren auf Zinn-Basis sowohl Gestell- als auch Trommelware. Die Wahl zwischen beiden richtet sich nach Bauteilgeometrie und Chargengröße.
Die Zinnschicht beeinflusst den elektrischen Übergangswiderstand und die Lötbarkeit von Kontaktflächen kaum. Diese Eigenschaften bleiben erhalten, während die Anlaufneigung deutlich reduziert wird.
Vor allem die Elektronik braucht die Passivierung auf Zinn-Basis, weil Silberkontakte dort über lange Betriebszeiten einen stabilen Übergangswiderstand haben müssen. Auch versilberte Bauteile etwa aus der Automobilindustrie oder der Medizintechnik werden auf Zinn-Basis passiviert.
Melden Sie sich einfach telefonisch oder per E-Mail bei uns. Damit wir belastbar kalkulieren können, nennen Sie uns bitte Basismaterial, Bauteilgeometrie und die Schicht, die geschützt werden soll (zum Beispiel Silber). Anhand dieser Angaben erhalten Sie Ihr Angebot.
Mit der Passivierung auf Zinn-Basis erhalten Silberoberflächen bei uns, dem Metallveredelungs-Spezialisten in Pforzheim, einen metallischen Anlaufschutz. Passiviert wird wahlweise auf den Anlagen der Gestellgalvanik oder der Trommelgalvanik. Eine dünne Zinnschicht wird dabei ohne Strom chemisch im Tauchbad abgeschieden und bildet eine physikalische Schutzbarriere, die den Anlaufprozess verzögert, ohne die elektrischen Kontakteigenschaften nennenswert zu beeinträchtigen.
Eingesetzt werden auf Zinn-Basis passivierte Oberflächen beispielsweise in der Automobilindustrie, der Medizintechnik und der Elektronik. Für einen ähnlichen Anwendungsbereich steht außerdem die organische Thiol-Passivierung zur Wahl. Sollen Aluminiumbauteile vor Korrosion geschützt werden und dabei leitfähig bleiben, kommt unsere Cr-III-Passivierung infrage. Unser Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN 9100 zertifiziert, für das Umwelt- und das Energiemanagementsystem liegen Zertifikate nach DIN EN ISO 14001 sowie DIN EN ISO 50001 vor.