Lötbarkeit
Zinnschichten behalten ihre guten Löteigenschaften bei matter wie bei glänzender Abscheidung. Damit bieten sie gute Voraussetzungen für zuverlässige Lötverbindungen.
Mattzinn als Band-, Gestell- und Trommelware, etwa für Elektronik, Automotive sowie Luft- und Raumfahrt
Für Kunden, z. B. aus der Elektronikindustrie oder der Automobilbranche, verzinnen wir als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim galvanisch matt. Zinn lässt sich gut löten, schützt vor Korrosion und verformt sich ohne Rissbildung. Deshalb findet sich Mattzinn häufig auf Steckverbindern, Leiterplatten und Kontaktbauteilen.
Anders als Glanzzinn kommt Mattzinn ohne Glanzzusätze im Elektrolyten aus, wodurch die Schicht geringere innere Spannungen aufbaut. Pro Charge messen wir in der Fertigung die Dicke der Zinnschicht per Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), Badanalysen in festen Abständen halten die Prozessparameter konstant. RFA-Messung und Badanalyse sind feste Bausteine im DIN-EN-9100-zertifizierten Qualitätsmanagementsystem der C. Jentner GmbH.
Verfahren im Überblick
Welches der drei Verfahren sich für die Mattverzinnung eignet, hängt von Bandmaterial, Bauteilgeometrie und Chargengröße ab.
Im Durchlauf werden Stanz- und Vollbänder matt verzinnt, vollflächig über die gesamte Bandhöhe oder selektiv.
→ Zur Bandgalvanik
Einzelbauteile werden am Gestell aufgehängt und matt verzinnt, auf Wunsch auch selektiv.
→ Zur Gestellgalvanik
In der rotierenden Trommel erhalten Schüttgutteile gemeinsam ihre Zinnschicht, was sich bei großen Stückzahlen gleichförmiger Teile anbietet.
→ Zur TrommelgalvanikZinnschichten behalten ihre guten Löteigenschaften bei matter wie bei glänzender Abscheidung. Damit bieten sie gute Voraussetzungen für zuverlässige Lötverbindungen.
Verzinnte Kontaktflächen erreichen einen niedrigen Übergangswiderstand. Verbreitet ist Zinn deshalb zum Beispiel auf Steckverbindern und Kontaktpins.
Zinn schützt das darunterliegende Basismaterial vor Oxidation und hält Feuchtigkeit stand. Verzinnte Bauteile funktionieren deshalb auch in anspruchsvollen Einsatzumgebungen.
Mattzinn neigt weniger als Glanzzinn dazu, feine, leitfähige Zinn-Whisker zu bilden. In elektronischen Baugruppen sinkt damit das Risiko von Kurzschlüssen.
Mattzinn ist weich und gut verformbar. Stanzteile und Kontaktfedern lassen sich nach der Beschichtung noch biegen, ohne dass die Schicht reißt oder abplatzt.
Einsatzgebiete
Gefragt ist galvanisches Mattzinn vor allem dort, wo es auf Lötbarkeit und Kontaktsicherheit ankommt, von der Elektronik bis zur Luft- und Raumfahrt.
Kontakt
FAQ
Mattzinn lässt sich auf Bauteile aus Edelstahl oder aus Buntmetallen wie Kupfer und Messing aufbringen, in der Gestellgalvanik auch auf Stahl, Aluminium und Hochleistungswerkstoffe wie AlBeMet. Schüttgut verzinnen wir in der Trommel, Stanz- und Vollbänder mit einer Bandhöhe von 10 bis 70 mm per Bandgalvanik und Einzelbauteile am Gestell mit einem Warenfenster bis 800 × 600 mm. Für Gestell- und Bandware ist auch eine selektive Mattverzinnung möglich.
Die Schichtdicke richtet sich nach dem Verwendungszweck, von Lötanwendungen bis zu erhöhten Anforderungen an den Korrosionsschutz.
Als Basismaterial eignen sich Edelstahl sowie Buntmetalle wie Kupfer, Messing und Bronze. In der Gestellgalvanik kommen Stahl, Aluminium und Hochleistungswerkstoffe wie AlBeMet als weitere Trägerwerkstoffe hinzu. Unter dem Zinn liegt in der Regel eine Zwischenlage aus Nickel oder Kupfer, damit der Schichtverbund stabil hält.
In der Bandgalvanik laufen Stanz- und Vollbänder kontinuierlich durch das Tauchbad und werden dabei selektiv oder vollflächig verzinnt. Die Trommel nimmt Kleinteile lose auf und beschichtet sie, während sie rotiert. Das lohnt sich bei großen Mengen gleichförmiger Schüttgutteile. Für geometrisch anspruchsvolle oder empfindliche Teile eignet sich das Gestell: Jedes Bauteil wird dort fixiert und präzise mattverzinnt. Alle drei Varianten stehen bei uns zur Verfügung.
Ja. Bandware erhält ihren Glanz durch Bürsten, Trommelware durch Schüttelfasspolieren. Wie gut das im Einzelfall gelingt, hängt von der Geometrie des Bauteils ab. Bei einer Anfrage besprechen wir das gern mit Ihnen.
Glanzzusätze im Elektrolyten verleihen Zinnschichten ihre hochglänzende Optik, erhöhen dabei aber die innere Spannung der Schicht. Diese Spannung begünstigt die Bildung feiner, leitfähiger Zinn-Whisker, die in elektronischen Baugruppen Kurzschlüsse verursachen können. Mattzinn kommt ohne diese Zusätze aus und senkt so das Whisker-Risiko.
Ja. In der Gestell- wie in der Bandgalvanik werden die Bereiche abgedeckt, die kein Zinn erhalten sollen, sodass nur die vorgesehenen Stellen verzinnt werden. Weil dabei weniger Material verbraucht wird, rechnet sich das selektive Verfahren bei Bauteilen mit definierten Funktionsflächen.
Zinn lässt sich gut löten, leitet elektrischen Strom an Kontaktflächen mit niedrigem Übergangswiderstand und verformt sich ohne Rissbildung. Diese Kombination aus Lötbarkeit, Kontaktsicherheit und Verformbarkeit macht Zinnbeschichtungen zum Standardfinish für Steckverbinder, Leiterbahnen und Kontaktpins in der Elektronikfertigung.
Galvanische Mattverzinnungen kommen vor allem in der Elektronik, im Automotive-Bereich sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz, wenn Lötbarkeit, Kontaktsicherheit und eine geringe Whisker-Neigung gleichzeitig gefordert sind. Auch Kunden aus der Medizintechnik und der Verteidigungstechnik lassen Kontaktteile verzinnen.
Für Mattzinnschichten kommt in der Produktion die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) als Messverfahren zum Einsatz. Wir dokumentieren die Messwerte in der Produktion, und der Auftraggeber kann sie anfordern.
Ihre Anfrage können Sie telefonisch oder als E-Mail an uns richten. Kalkulieren lässt sich die Mattverzinnung verlässlich, wenn Basismaterial, Teilgeometrie, gewünschte Schichtdicke und Verwendungszweck bekannt sind. Daraufhin bekommen Sie ein Angebot und einen Vorschlag, ob Band, Gestell oder Trommel für Ihre Teile sinnvoll ist.
Die C. Jentner GmbH ist Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim und übernimmt die galvanische Mattverzinnung in Lohngalvanik für industrielle Serien. Stanz- und Vollbänder mit 10 bis 70 mm Bandhöhe laufen durch die Bandgalvanik. Ein Warenfenster von bis zu 800 × 600 mm bietet die Gestellgalvanik, in der wir Stahl, Edelstahl, Buntmetalle, Aluminium und Hochleistungswerkstoffe wie AlBeMet matt verzinnen. Für Kleinteile als Schüttgut steht die Trommelgalvanik bereit. Auf Wunsch lässt sich die matte Oberfläche im Anschluss glänzend bearbeiten, bei Bandware durch Bürsten und bei Trommelware durch Schüttelfasspolieren, abhängig von der Bauteilgeometrie. Direkt glänzend abgeschieden wird dagegen Zinn Glanz. Bei Steckverbindern, Leiterbahnen oder Kontaktpins ist zum Beispiel eine selektive Mattverzinnung gefragt, die wir per Gestell- und Bandgalvanik anbieten.
Mattverzinnte Oberflächen sind unter anderem in der Elektronik und im Automotive-Bereich ebenso wie in der Luft- und Raumfahrt gefragt. Dort kommt es häufig zugleich auf Lötbarkeit, Kontaktsicherheit und eine geringe Whisker-Neigung an. Schichtdicken ermitteln wir fertigungsbegleitend mit Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Das Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN 9100 zertifiziert, das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 und das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001. Weitere Oberflächen finden Sie in der Oberflächen-Übersicht.